Die Geschichte des Transportarbeiters Franz Biberkopf, der, aus der Strafanstalt Berlin-Tegel entlassen, als ehrlicher Mann ins Leben zurückfinden möchte, ist der erste deutsche Großstadtroman von literarischem Rang. Das Berlin der Zwanzigerjahre ist der Schauplatz des Geschehens. Aber gleichzeitig wird die Großstadt selbst zum Gegenspieler des gutmütig-jähzornigen Franz Biberkopf, der dieser verlockenden, aber auch unerbittlichen Welt zu trotzen versucht. Er gerät in Abhängigkeit von einem Verbrecher, der ihm seine Geliebte tötet. Unter Mordverdacht festgenommen, bricht Franz Biberkopf im Gefängnis zusammen und wird in die Irrenanstalt gebracht. Er entgeht der Anklage und nimmt – äußerlich und innerlich ramponiert – eine Stelle als Hilfsportier an.
Mit ›Berlin Alexanderplatz‹ vollzog Döblin die radikale Abkehr vom bürgerlichen psychologischen Roman. Hier wurde kein Einzelschicksal analysiert. Das kollektive Geschehen, das Allgemeine einer menschlichen Situation erfuhr hier eine gültige dichterische Gestaltung. Der Roman zählt heute neben den Werken von Joyce, Proust, Musil und Thomas Mann zu den …
Die Geschichte des Transportarbeiters Franz Biberkopf, der, aus der Strafanstalt Berlin-Tegel entlassen, als ehrlicher Mann ins Leben zurückfinden möchte, ist der erste deutsche Großstadtroman von literarischem Rang. Das Berlin der Zwanzigerjahre ist der Schauplatz des Geschehens. Aber gleichzeitig wird die Großstadt selbst zum Gegenspieler des gutmütig-jähzornigen Franz Biberkopf, der dieser verlockenden, aber auch unerbittlichen Welt zu trotzen versucht. Er gerät in Abhängigkeit von einem Verbrecher, der ihm seine Geliebte tötet. Unter Mordverdacht festgenommen, bricht Franz Biberkopf im Gefängnis zusammen und wird in die Irrenanstalt gebracht. Er entgeht der Anklage und nimmt – äußerlich und innerlich ramponiert – eine Stelle als Hilfsportier an.
Mit ›Berlin Alexanderplatz‹ vollzog Döblin die radikale Abkehr vom bürgerlichen psychologischen Roman. Hier wurde kein Einzelschicksal analysiert. Das kollektive Geschehen, das Allgemeine einer menschlichen Situation erfuhr hier eine gültige dichterische Gestaltung. Der Roman zählt heute neben den Werken von Joyce, Proust, Musil und Thomas Mann zu den wenigen großen Epen unserer Epoche.